Der Verkauf des Direktvermarktungsportfolio der Firma Grundgrün mit einer Größe von 2360 MW an den Energiekonzern EnBW führt zur Konsolidierung des Marktes.

Windrad

Laut Grundgrün haben sowohl der intensive Wettbewerb in der Branche, als auch sich verschlechternde Rahmenbedingungen dazu geführt, dass sich das Unternehmen von seinem Direktvermarktungsgeschäft trennt. Die Übernahme ist für den Frühsommer geplant, wobei eine Zustimmung des Bundeskartellamts noch aussteht.

Durch die Übernahme des Portfolios von Grundgrün würde EnBW, welche ihr Direktvermarktungsportfolio im Jahr 2015 auf 2011 MW verdoppelt hat, zum drittgrößten Direktvermarkter Deutschlands aufsteigen. Wie Montel berichtet, sind derzeit Statkraft (8600 MW), Danske Commodities (4550 MW) und die Mannheimer MVV (4100 MW) führend.

Anstatt des Verkaufs von Strom an die Übertragungsnetzbetreiber wird bei Direktvermarktung Strom aus erneuerbaren Energien direkt an der Börse angeboten. Eine Prämie, die Direktvermarktungsprämie, gleicht dann den Unterschied zwischen den dort erzielten Einnahmen und der eigentlichen EEG-Vergütung aus. Derzeitig sind Anlagen von mehr als 100 kW verpflichtet an der Direktvermarktung teilzunehmen. Dies entspricht einer Erneuerbaren-Leistung von 53 GW.