Innerhalb der ersten fünf Monate diesen Jahres wurden auf der Stromhandelsplattform der chinesischen Provinz Guizhou 12.8 TWh an Strom gehandelt.

Guizhou trading platform
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Die Stromhandelsplattform für bilaterale Geschäfte in Guizhou war das erste Pilotprojekt dieser Art in China und wurde im November 2015 eingeweiht. Die Plattform dient daher auch als erster Indikator für die Liquidität und die Akzeptanz von bilateralen Stromhandelsplattformen in China.

Von Januar bis Mai 2016 wurden Stromhandelsgeschäfte mit einem Volumen von 12,75 TWh zwischen Erzeugern und großen Industrieverbrauchern abgeschlossen. Zum jetzigen Zeitpunkt sind 943 Marktteilnehmer an der Stromhandelsplattform Guizhou angemeldet. Über das gesamte Jahr 2016 wurden schon Stromhandelsgeschäfte mit einem Volumen von 41,7 TWh abgeschlossen. Die entspricht mehr als 45 Prozent der gesamten Stromverkäufe der Provinz. Insbesondere die chemische, metallverarbeitende und maschinenbauende Industrie sind treten als Nutzer des direkten, bilateralen Stromhandels auf.

Der bilaterale Stromhandel hat ebenfalls den Wettbewerb für Erzeuger angeheizt. Die Strompreise für die Großindustrie in Guizhou fielen im Mittel um RMB 0,12/kWh (EUR 0,02/kWh). Dadurch haben die teilnehmenden Industriezweige ihre Kosten für Strombezug um RMB 1,6 Milliarden (EUR 214,4 Millionen) senken können. Durch den deutlichen Rückgang der Strompreise, schätzen große Stromverbrauch, dass sie bis Ende des Jahres insgesamt RMB 6 Milliarden (EUR 804 Millionen) an Kosten einsparen können.

Die Pilotprojekte für bilateralen Handel scheinen sich also auszuwirken. Die Liquidität des Strommarktes, der nun auch Preisfluktuationen und erhöhten Wettbewerb für die Erzeuger zur Folge hat, erhöhte sich. Das Sinken der Strompreise spiegelt außerdem ein sich verändertes Marktumfeld für die verschiedenen Marktakteure wieder.