Die Blockchain-Technologie hat das Potenzial Geschäftsprozesse und -modelle in der Energiewirtschaft radikal zu verändern. Über ihre Rolle bei der Gestaltung von Smart-Grids spricht Tobias Kurth bei der vierten Smart-Grid-Fachtagung in Minden, die vom 27. bis 28. September 2017 stattfindet.

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Das „intelligente Netz“ (Smart Grid) ist eine Konsequenz aus der Energiewende. Die Erzeugung von Strom aus Anlagen fluktuierender erneuerbarer Energien schwankt sowohl zeitlich als auch lokal. Die Verteilung der Energie muss deshalb zukünftig dezentral verwaltet und organisiert werden. Dazu braucht es eine intelligente IT-Infrastruktur, die stetig Verbrauchsdaten analysiert und daraufhin die Energieverteilung steuert. Das Smart Grid soll dann dafür sorgen, dass Angebot und Nachfrage an elektrischer Energie ausgeglichen werden, um Überlastungen des Stromnetzes zu vermeiden.

Auf dem Weg zum Smart-Grid müssen Stadtwerke und Netzbetreiber einige Hürden nehmen. Welche Hürden sind das und wie geht die Branche mit den zukünftigen Aufgaben und Herausforderungen um? Darüber sprechen Experten aus verschiedenen Bereichen der Energiebrache im Rahmen der 4. Smart-Grid-Fachtagung in Minden. Die Veranstaltung findet am 27. und 28. September 2017 in Minden statt.

Auch im Jahr 2017 ist Tobias Kurth, Geschäftsführer von Energy Brainpool  wieder als Referent an Bord und zwar konkret zum Thema „Blockchain – Die Zukunft in der Digitalisierung der Energiewende?“ Um den Begriff Blockchain kommt keine innovative Energieanwendung herum. Doch was macht dabei die Blockchain wirklich? Ist sie Hype oder Heilsbringer? Wird die Blockchain die Energiewelt auf den Kopf stellen oder ein Nischenprodukt bleiben? Die große Herausforderung ist es nun, die Möglichkeiten der Blockchain für die eigenen Geschäftsprozesse richtig bewerten zu können und neue Geschäftsmodelle abzustimmen.

Bei der 3. Smart-Grid-Fachtagung warf Tobias Kurth einen Blick in die Zukunft des Energiemarkts und Strompreise (Video). Im Vortrag erläutert er zunächst, wie sich ein Strompreis bildet und welche die wichtigsten Einflussparameter sind. Hierbei geht er insbesondere auf die Herausforderungen kostendeckender Erlöse für fluktuierende, erneuerbare Energien aufgrund des Merit-Order-Effekt ein. Lebhaft lässt er eine Vision des Energiemarktes der Zukunft entstehen und erläutert Herausforderungen und Chancen, die sich ergeben. Insbesondere die Notwendigkeiten neuer Geschäftsmodelle, die Wichtigkeit von Flexibilitäts-Optionen sowie die Erschließung neuer Erlösquellen jenseits der Kilowattstunde spielen eine große Rolle. Unter dem Slogan „From Utility to Flexitility“ wird die neue Rolle der Energieversorger sowie die völlig veränderte Kundenbeziehung in einem Prosumer-Markt deutlich. Der Vortag endet mit einem Ausblick auf die Entwicklung der Strompreise in Deutschland bis 2050 gemäß dem  Strompreisszenario Energy BrainReport 2016. Hierbei beleuchtet Tobias Kurth besonders die zunehmende Volatilität der Preise und die Erlöspotentiale für Wind- und Solarstrom.

Um noch fundierter in das Thema Blockchain einzusteigen, bietet Energy Brainpool ein eintägiges Seminar „Blockchain in der Energiewirtschaft“ an.  Im Seminar werden die Teilnehmer ausführlich über aktuelle Trends informiert und lernen die Funktionsweise, sowie Anwendungsbeispiele und Geschäftsmodelle auf Basis der Blockchain kennen.

Termine: 24. Oktober 2017 oder 23. November 2017