Die französische Nationalversammlung hat ein Energiewendegesetz verabschiedet. Mit dem Gesetz wird die Reduktion der Stromerzeugung aus Kernenergie sowie der Ausbau der erneuerbaren Energien bis 2030 festgeschrieben.

In den nächsten zehn Jahren soll der Anteil der Kernenergiestrommengen am Strommix von aktuell 75 Prozent auf 50 Prozent gesenkt werden. Außerdem soll der Energieverbrauch bis zur Mitte des Jahrhunderts um die Hälfte sinken und der CO2-Ausstoß 75 Prozent niedriger liegen als 1990 sowie der Ökostromanteil bis 2030 verdoppelt werden. Derzeit stammen 20 Prozent des Stroms aus regenerativen Energiequellen.

Der schon sehr geringe Anteil an fossilen Energien sollen um etwa ein Drittel reduziert werden.  Insbesondere im Mobilitätssektor soll ein großer Schub der französischen Elektroautomobilindustrie verschaffen werden. So sollen sieben Mio. Ladesäulen aufgestellt werden, außerdem erhalten die französischen Konsumenten künftig einen Zuschuss von bis zu 10.000 Euro für ein neues Elektroauto.

„Das Energiewendegesetz“ so die französische Umweltministerin Segolene Royal sei „das ehrgeizigste und vollständigste in ganz Europa“ ein. Damit wolle Frankreich zum ökologischen Motor Europas werden.

Mit dem Energiewendegesetz möchte sich Frankreich für den Klimagipfel Ende des Jahres in Paris positionieren.